Team und Projektzentrum

Sie sind hier

Spenden

Wählen Sie einen zweckgebundenen Beitrag oder eine freie Spende.

Team Gambia

Sheriff Sonko ist der Projektmanager des Tiloo-Projektzentrums in Latriya. Er ist in Gambia geboren und aufgewachsen, wo er sowohl die Sekundarschule als auch Computer-Kurse absolvierte. Durch verschiedene berufliche Weiterbildungen wie z.B. bei World Links, Peace Corps oder Network Plus (N+) konnte sich Sheriff Sonko weitere Kompetenzen aneignen.

Mit seinen vielfältigen beruflichen Erfahrungen kann er einen grossen Beitrag zum Erfolg von Tiloo leisten: Er arbeitete als Computer-Lehrer und als IT-Dozent, später wechselte er in den Bankensektor. Zudem arbeitete er als Systembetreuer für das Präsidentenbüro. Den grössten Teil seiner beruflichen Karriere machte sein Engagement für The Green Trust“ aus, eine gemeindebasierte und regierungsunabhängige Organisation. Sie setzt sich für den Umweltschutz, eine gute Forstwirtschaft und für die Hilfe zur Selbsthilfe ein. Auch führt sie Kampagnen gegen die Zerstörung der Wälder durch, unter anderem durch das Anpflanzen von Bäumen.

Sheriff Sonko arbeitet sehr gerne für Tiloo, weil es eine Organisation ist, welche die Zukunft der Menschen mitgestaltet. Tiloos Ziele ist es, die praktischen Vorteile der Solarenergie aufzuzeigen und wie sie die Hygiene und Gesundheit verbessert“. Er ist vom Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe überzeugt: Zeig mir lieber, wie ich einen Fisch fange, als mir jeden Tag einen Fisch zu geben.“

Unser Team in Gambia

Fatima Ceesay

Leiterin Frauenprogramm

Lisa Sidibeh

Bäckerei-Managerin

Musa Mballow

Betreuer Tiloo-Laden

Volontäre

Büro und Schreinerei

Projektzentrum

Das Tiloo Projekt ist 2013 von Kanifing nach Latriya umgezogen. Im Moment sind wir noch mit dem Neuaufbau des Zentrums beschäftigt. Das Hauptgebäude wird Ende 2014 fertig erstellt sein. Die restlichen Gebäude erhoffen wir uns alle bis Ende 2015 finanziert und bis Ende 2016 aufgebaut zu haben.
Falls sie uns unterstützen möchten, können sie gerne die Spendenmöglichkeiten auf der linken Seite unserer Website nutzen. Herzlichen Dank!

Das TILOO Projektzentrum soll ähnlich wie am alten Ort in Kanifing aufgebaut werden. Doch anstatt eine grosse, täglich betriebene Bäckerei zu errichten, werden wir uns vermehrt auf Ausbildungprogramme im Backen und Früchte und Gemüse trocknen konzentrieren. Der Schwerpunkt unserer Bildungsprogramme und Kurse liegt bei der Erwirtschaftung eines Zusatzeinkommen mit Hilfe von Solartechnik, Umweltschutz und der eigenen Gesundheit. Diese Kurse werden im Herzen des Projektes unter einem grossen, gedeckten und offenen Trainingsraum stattfinden. Auch Touristen verköstigen wir gerne dort.
Durch zahlreiche Solarpräsentationen, die wir in der Region durchführen, versuchen wir zudem die Nutzung von Solarenergie in der Region bekannt zu machen. Dazu betreiben wir auch an diversen Anlässen einen Stand, an dem die  Solarkocher und Tunneltrockner vorgestellt und unsere Produkte verkauft werden. Mit unserem Schulprogramm erreichen wir das ganze Land; Sponsoren ermöglichen verschiedenen Schulen die Anschaffung von Solarkochern.

Unser Projekt beschäftigt derzeit einen Schreiner. Er stellt die Solarkocher und Tunneltrockner nach internationalem ULOG Muster her.
Wir achten darauf, dass die Kocher und Trockner vorwiegend aus lokalen Materialien hergestellt werden. Damit schaffen wir Arbeitsplätze und unterstützen das lokale Gewerbe.

Die Wälder in afrikanischen Ländern sind stark bedroht, da der Energiebedarf zu einem grossen Teil durch Holz gedeckt wird. Der Hauptanteil des gerodeten Holzes wird für die Zubereitung von Nahrung verwendet. Dies führt nicht nur zu einem hohen CO2-Ausstoss, sondern fördert gleichzeitig auch die Desertifikation. Die Folge ist der Verlust von Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch von überlebenswichtigem Kulturland. Durch die Verwendung von Solarkochern kann die Abholzung und der CO2-Ausstoss verringert werden. Die Kocher funktionieren ausschliesslich mit Sonnenenergie und lassen sich bis C° 170 erhitzen.

Unser Solarkocher eignet sich hervorragend zum Kochen, Backen, Niedergaren, Einmachen von Früchten und Gemüse, Dörren und zum Sterilisieren von Wasser und medizinischen Geräten. Die Kochzeit dauert länger als bei herkömmlichen Kochgeräten. Da die Gerichte jedoch nicht anbrennen oder überkochen, muss der Kocher nicht ständig überwacht werden und es wird Zeit dazugewonnen. Die Nutzung von Sonnenenergie ist gratis, deshalb amortisiert sich der Kocher bereits nach einigen Monaten. Zudem haben Familien, die in Besitz eines Solarofens sind  eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit, da Backwaren und Dörrfrüchte zum Verkauf hergestellt werden können.

Die meisten afrikanischen Familien verwenden sehr viel Öl beim Kochen. Mit dem Solarkocher wird weniger Öl und Wasser benötigt, womit sich die Nahrungskosten reduzieren. Vitamine und Mineralstoffe bleiben weitgehend erhalten, weil das Garen ohne zusätzlicher Flüssigkeit beziehungsweise Fett möglich ist und der Temperaturanstieg langsam und gleichmässig erfolgt. Damit wird mit Sonnenenergie gekochtes Essen gesünder. Solarkocher haben auch andere gesundheitliche Vorteile; die Menschen sind dem Rauch von offenen Feuerstellen weniger ausgesetzt, womit Augen- und Atemwegerkrankungen vermieden werden können. Vor allem in den ländlichen Gebieten besteht Brandgefahr durch das offene Feuer, das zum Kochen verwendet wird. Der Solarkocher ist diesbezüglich ungefährlich, sowohl für die Umwelt als auch für Kinder.

In Gambia besitzen viele Familien keinen Kühlschrank. Früchte und Gemüse können nur kurze Zeit gelagert werden. Mit unserem Tunneltrockner besteht die Möglichkeit, Esswaren bis zu einem halben Jahr haltbar zu machen.

Der Trockner eignet sich für das Trocknen von jeglichen Arten von Früchten und Gemüsen, aber auch von Nüssen oder Fisch. Bei der herkömmlichen Trocknung von Esswaren werden die Produkte meist direkt auf den Boden gelegt. Durch die Nutzung eines Tunneltrockners kann auf hygienische und schnelle Weise gearbeitet werden (keine Fliegen, kein Schmutz auf der Nahrung).

 

 

Beim Eingang des Projektgeländes befindet sich ein kleiner Shop, in dem getrocknete Früchte sowie Solarkochzubehör angeboten wird (z.B. selbst hergestellte Backformen und Töpfe sowie Schürzen und Topflappen einer Partnerorganisation).

Umgebung des Projekts in Latriya

Unser Projektzentrum liegt im Herzen von Latriya, einem kleinen Dorf im Kombo Nord District an der Westküste Gambias. Zurzeit hat das Dorf noch keinen Zugang zu Strom und fliessendem Wasser. Die Bevölkerung von Latriya lebt mehrheitlich von der Landwirtschaft und anderen kleinen Erwerbstätigkeiten. Es herrscht ein tropisches Klima, welches sich durch zwei Jahreszeiten auszeichnet; von Juni bis Oktober ist das Wetter heiss und regnerisch, dann folgt bis Mai eine eher kühle Saison.

Wegbeschreibung zum Projektzentrum:

Bitte informieren Sie sich unter der Seite Kontakte.