Wie funktioniert er?

Sie sind hier

Spenden

Wählen Sie einen zweckgebundenen Beitrag oder eine freie Spende.

Grundprinzip - wie funktioniert ein Solarkocher?

Ein Solarkocher besteht im Wesentlichen aus einer gut isolierten Kiste mit einem Fenster (Glas oder Plastik), durch das die Sonnenstrahlung einfallen kann. Diese wird darin vom schwarzen Boden und den schwarzen Wänden (Offsetfolie) bzw. den dunkeln Kochtöpfen absorbiert d.h. in Wärme umgewandelt. In Afrika können damit Temperaturen bis 170°C und mehr erreicht werden.

Vorteile des Solarkochers

  1. Die Herstellung ist sehr einfach und billig und das Gerät braucht praktisch keinen Unterhalt. Die Lebensdauer beträgt rund 10 Jahre.
  2. Das Kochen mit dem Solarkocher ist gratis. Somit können die Ausgaben für Brennmaterial eingespart und die Anschaffungskosten in kurzer Zeit amortisiert werden.
  3. Der Solarkocher eignet sich zum Kochen, Backen, Niedergaren, Einmachen von Früchten und Gemüsen, Dörren, Sterilisieren von Wasser oder medizinischen Geräten.
  4. Es können auch Produkte wie Cremen , Seifen und Snacks darin hergestellt werden.
  5. Die Gerichte und Backwaren gelingen sehr gut. Das Kochgut kann weder anbrennen noch überkochen und muss somit nicht ständig überwacht werden. Es wird dadurch auch Zeit eingespart.
  6. Die Abholzung der bedrohten Wälder wird verlangsamt und die CO2-Emission verringert, weil weniger Holz verbrannt wird.
  7. In vielen südlichen, wirtschaftlich armen Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung sind Solarkocher eine echte Überlebenshilfe sowohl für die Menschen als auch für die Wälder mit ihrer Tierwelt.

Nachteile des Solarkochers

  1. Der Solarkocher eignet sich vor allem für Länder mit einer hohen Sonneneinstrahlung und einer langen Sonnenscheindauer (v.a. Subtropen und Hochländer).
  2. Die Kochzeit ist etwa doppelt so lang wie bei die konventionelle Zubereitung, kann jedoch durch die Arbeitseinsparung wettgemacht werden.
  3. Die Umstellung der Kochgewohnheiten vom offenen Feuer zum geschlossenen Sonnenkocher ist die grösste Schwierigkeit bei der Einführung von Solarkochern in Entwicklungsländern. Trotzdem hat sich diese neue, umweltschonende Kochtechnik schon in verschiedenen Einsatzgebieten mit Erfolg durchgesetzt (siehe Projekte).

Diverse Typen Neben dem Grundtypus "Kochkiste" oder "Solar-Ofen" gibt es noch viele weitere Modelle, z.B. mit Parabol-Reflektor, Kombinationen aus beiden Typen, Trichterreflektor, Trommelkocher (aus einem halben Ölfass).
Siehe auch andere Typen unter solarfood.de, www.eg-solar.de und www.solarcooking.org .